Surveillance Outbreak Response Management and Analysis System – Sormas

SORMAS

SORMAS (Surveillance Outbreak Response Management and Analysis System) ist ein Tool, das das Management von Kontaktpersonen in der SARS-CoV-2-Pandemie effektiv leistet.

Die Software hat das Helmholtz-Zentrums für Infektionsschutz (HZI) entwickelt. Es wird im Projekt SORMAS@DEMIS mit starken Partnern wie dem Robert Koch-Institut (RKI), der Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen und anderen mit weiteren Systemen wie SurvNet vernetzt.

VORTEILE
  • Umfassendes Schulungs- und Hotline-Angebot der Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen und des HZI erlaubt kurzfristiges Einarbeiten der Beschäftigten.
  • Kostenfreie Webseminare, Schulungsvideos und Podcasts.
  • Keine Systempflege oder InstallationVollumfängliches Fall- und Kontaktpersonenmanagement inklusive einfacher Dokumentation von Nachverfolgungsanrufen.
  • Einfaches Erstellen eigener Vorlagen wie Quarantänebescheide

Neue Funktionen im Rahmen der Version von SORMAS-X stehen in Kürze zur Verfügung:

  • Synchrone Anbindung des digitalen Symptomtagebuches der Firma Climedo Health, sodass Symptomangaben der Kontaktpersonen direkt in SORMAS erscheinen und viele Telefonate und Schriftwechsel ersparen helfen.
  • Direkter medienbruchfreier Empfang digitaler Labormeldungen aus DEMIS
  • Digitaler medienbruchfreier Transfer übermittlungspflichtiger Daten in die lokale SurvNet-Instanz zur digitalen Übermittlung an die Landesbehörde
EINSATZ & KOSTEN

Keine IT-Kosten für Systeme, Betrieb, Wartung, IT-Hotline und IT-Support bis zum 31. Dezember 2022. SORMAS ist eine Open-Source-Software, sodass keine Lizenzgebühren anfallen. Die Betriebskosten für das Hosting beim ITZBund werden bis Ende 2022 vom Bundesministerium für Gesundheit getragen.

Immer mehr Gesundheitsämter setzen SORMAS ein. Am 16. November hatten die die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und -chefs der Länder die flächendeckende Anwendung von SORMAS beschlossen. Am 20. Januar 2021 legten sie fest, dass das Tool bis Ende Februar in allen Gesundheitsämtern installiert werden solle.

KONTAKT

Mehr Infos Internet: www.sormas-oegd.de

Kontakt Hotline: +49 531 6181 1109 E-Mail: sormas-covid@helmholtz-hzi.de

Symptomtagebuch

DIGITALES
SYMPTOMTAGEBUCH

Um die Symptomatik von Covid-19-Kontaktpersonen, die sich in Quarantäne befinden, besser nachverfolgen und damit Gesundheitsämter entlasten zu können, bieten sich digitale Symptomtagebücher an. Mit SORMAS verknüpft ist das Symptomtagebuch der Firma Climedo Health.

Betroffene können damit ihren Gesundheitsstatus bequem von zu Hause auf dem Smartphone oder Computer eintragen und die Gesundheitsämter sehen die Daten in einer sicheren Internet-Plattform in Echtzeit.

VORTEILE
  • Beschäftigte der Gesundheitsämter werden zeitlich um bis zu 80 Prozent entlastet, da die Kontaktpersonen-Verwaltung mit dem Climedo-Symptomtagebuch automatisiert verläuft und Personen nur noch in wenigen Fällen angerufen werden müssen.
  • Das Climedo-Symptomtagebuch ist mit SORMAS verknüpft.
  • Alle Daten sind in Echtzeit für Gesundheitsämter auf einer Plattform einsehbar; auf kritische Fälle kann schnell und gezielt reagiert werden
  • Schnelles Aufsetzen für Gesundheitsämter ohne Installation oder erforderliche Programmierkenntnisse In kürzester Zeit erlernbar und gut in bestehende EDV-Landschaften integrierbar
EINSATZ & KOSTEN

Keine IT-Kosten für Systeme, Betrieb, Wartung, oder Support bis mindestens 31. Dezember 2021.

Mehr als 30 Gesundheitsämter in ganz Deutschland setzen seit Mitte 2020 das Climedo-Symptomtagebuch ein.

KONTAKT

Mehr Infos Internet: climedo.de/gesundheitsaemter/

Kontakt Hotline: +49 89 322 09 39 40 E-Mail: bmg@climedo.de

Deutsches Elektronisches Melde- und Informationssystem für den Infektionsschutz–DEMIS

DEMIS

Mit DEMIS (Deutsches Elektronisches Melde- und Informationssystem für den Infektionsschutz) wird das Meldesystem gemäß Infektionsschutzgesetz (IfSG) grundlegend modernisiert. Bis 1. Januar 2023 sollen alle Akteur:innen des Meldesystems an die gemeinsame zentrale Infrastruktur angebunden werden. Nach und nach werden weitere Prozesse im Kontext des Infektionsschutzgesetzes in DEMIS integriert.

Zum Beispiel sollen zwischen den Gesundheitsämtern sicher und schnell Daten ausgetauscht werden können. Die digitale Kommunikation innerhalb des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) wird so besser. Durch Nutzung von interoperablen Standards soll die Anbindung weiterer digitaler Werkzeuge und die Integration weiterer Daten leichter werden, zum Beispiel die Antibiotika-Resistenz-Surveillance.

VORTEILE
  • In der ersten Ausbaustufe, die seit Juni 2020 verfügbar ist, wurde die elektronische Meldung von SARS-CoV-2-Erregernachweisen umgesetzt. Seit 1. Januar 2021 ist die Nutzung der ersten Ausbaustufe für Gesundheitsämter und Labore verpflichtend.
  • Bis Anfang 2022 sollen alle weiteren Erregernachweise von den Laboren elektronisch an die Gesundheitsämter gemeldet werden können, zum Beispiel Nachweise von Influenzavirus, Norovirus und Campylobacter.
  • DEMIS wird künftig den Austausch von personenbezogenen Daten zwischen allen Gesundheitsämtern ermöglichen.
  • Ebenso soll automatisiert erkannt werden, wenn sich mehrere Meldungen auf den gleichen Fall beziehen – und so Doppelerfassungen auch gesundheitsamtsübergreifend vermieden werden.
  • Die integrierte Signalerkennung unterstützt zudem die frühzeitige Erkennung von Ausbruchsgeschehen, weil die eingehenden Meldungen automatisiert auf mögliche Häufungen geprüft werden.
EINSATZ & KOSTEN

DEMIS wird langfristig durch den Bund finanziert und steht allen Gesundheitsämtern kostenlos zur Verfügung.

Die DEMIS-Funktionalität steht allen Gesundheitsämtern unabhängig von der dort eingesetzten Software zur Verfügung. Seit Anfang 2021 sind alle Gesundheitsämter an DEMIS angebunden. Auch über 340 Labore nutzen DEMIS bereits aktiv zum Absetzen von SARS-CoV-2-Erregermeldungen.

KONTAKT

Mehr Infos Weitere Informationen finden sich unter: www.rki.de/demis/

Kontakt DEMIS-Geschäftsstelle am RKI demis@rki.de

KI-gestützter Coronavirus-Hotline-Assistent–CoVBot

CovBot

Der CovBot kann die Telefon-Hotlines in Gesundheitsämtern entlasten. Der KI-gesteuerte Sprachassistent nimmt Anrufe ohne Wartezeit entgegen, erfragt das Anliegen und beantwortet einfache Fragen in natürlicher Sprache. Auf Wunsch des Anrufenden können besonders komplexere Fälle anschließend an Beschäftigte des Gesundheitsamtes weitergeleitet werden.

Entwickelt hat den CovBot die Firma Aaron GmbH; die Entwicklung und Implementierung wird durch das Institut für Public Health an der Charité begleitet.

VORTEILE
  • Telefonische Erreichbarkeit für Fragen zu Corona und weitere Anliegen rund um die Uhr und ohne Wartezeit
  • Entlastung der Beschäftigten durch Reduktion der Anruflast: in Pilot-Gesundheitsämtern um rund 45 Prozent
  • Einführung ohne Prozessumstellung und daher mit geringem Aufwand möglich
  • Natürliche Gesprächsführung durch den Einsatz künstlicher Intelligenz in der Sprachverarbeitung
  • Entwicklung gemeinsam mit Gesundheitsämtern und Expert:innen aus dem Öffentlichen Gesundheitsdienst
  • Echtzeit-Statistiken über Anrufaufkommen und Anrufgründe im Zeitverlauf
  • Laufender Ausbau und Verbesserung des CovBots, zum Beispiel für die Beantwortung von neu aufkommenden Fragen rund um die Impfungen
EINSATZ & KOSTEN

Im Rahmen einer durch Wissenschaftler:innen der Charité geleiteten Studie, besteht für bis zu 20 Gesundheitsämter die Möglichkeit einer kostenfreien Nutzung bis Ende 2021 bei Erfüllung bestimmter Kriterien wie Region und Größe. Darüber hinaus stehen für interessierte Gesundheitsämter flexible Vertragsmodelle zur Verfügung.

Zwischen September und Dezember 2020 wurde die Technik in drei Gesundheitsämtern pilotiert. Vorläufige Studienergebnisse zeigen, dass der KI-gestützte Sprachbot die Anruflast deutlich senken kann und von Beschäftigten und Bürger:innen gut angenommen wird. Seitdem wurde der Sprachbot auch in weiteren Gesundheitsämtern eingeführt.

KONTAKT

Mehr Infos Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Instituts für Public Health der Charité oder auf der Seite der Aaron GmbH

Kontakt Melden Sie sich für eine Erstgespräch mit Demonstration des CovBots mit Ihrem Wunschtermin gerne unter covbot@charite.de

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